Täglich einfach nicht ganz vegetarisch: das Silvesterdinner

Ich bin vor längerer Zeit mit mir überein gekommen: ich lebe vegetarisch mit zehn prinzipienfreien Tagen im Jahr. Damit ich keinen bitteren Zug um den Mund bekomme womöglich, vor lauter Verzicht und Entsagung. Dieses Jahr habe ich die zehn Tage bei weitem nicht ausgenutzt, aber jetzt:

Silvesterdinner: Lachssteaks mit Spinat und Früchte mit Schokolade

Basmatireis in Wasser garen, frischen Bio Baby Spinat in heißem Wasser zusammenfallen lassen. Ich hatte für vier Personen drei Päckchen und fands wenig. Die Lachssteaks sind frisch, ca. 2-3 Zentimeter dick, ich habe 5 für vier Personen. Ich brate sie in Olivenöl, zweidrei Minuten auf jeder Seite und lasse sie dann im gut warmen Backofen ein paar Minuten ruhen. Dazu gibt’s eine Roséwein-Soße, die ich so ähnlich bei essen und trinken gelesen habe, aber meine ist besser: Zwei Schalotten in Butter anbraten, eine Vanilleschote längs aufspalten und mit dem Löffel auskratzen, Mark und leere Schote zu den Schalotten, mit einem halben Liter Wein aufgießen. Kochen und auf die Hälfte reduzieren. Durch ein Sieb streichen, so dass Zwiebelteile und Vanilleschote entfernt werden. Beiseite stellen und ruhen lassen. Dieser Teil wird also vor allen anderen gekocht, vielleicht am Morgen des  Tages. Ca. 100g Butter in kleinen Flocken in den Tiefkühler. Am Abend, wenn Reis und Spinat fertig sind und die Lachssteaks im Backofen ruhen: Soße aufkochen, tiefgekühlte Butter schnell mit dem Rührbesen einarbeiten, in die vorgewärmte Sauciere geben. Sollte die Sauce zu sauer sein, mit Rohrzucker, Salz und Wermut justieren.
Zum Nachtisch gibt’s Obst mit zwei Soßen: Schokoladensoße aus Blockschokolade und bitterer Schokolade, im Wasserbad erhitzt und in vorgewärmten Schälchen serviert, und eine Fruchtsoße aus zwei Orangen, einer pink Grapefruit und einem Glas Hagebuttenmus gemixert. Das Obst: dicke Scheiben von Banane, Ananas und Mango. Kann selbsttätig in die Soßen getunkt werden, die in kleinen  Schälchen  einzeln serviert werden. Schmeckt alles äußerst lecker, und meine Gästinnen fanden, es wäre ein sinnliches Vergnügen gewesen. 


Ach so: wer Lust hat, vorweg ein amuse gueule zu servieren, könnte pro Person vier Schupfnudeln in Butter mit Cayennepfeffer, Rosenpaprika und roten Pfefferkörnern sanft anbraten, auf einem kleinen Teller anrichten und mit einem Klacks Ziegenfrischkäse und einem Teelöffel Lachskaviar krönen.

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