“Sei neben mir und sieh, was mir geschehen ist!” – Poesie der Existenz

Auf Spiegel online gibt es Gedichte junger geflüchteter Männer aus Iran und Afghanistan zu lesen, die kostbar und tieftraurig sind.
Schreiben in Krisenzeiten ist ein großes Geschenk,  und das, was entsteht, wenn Menschen ihre Grenz-Erfahrungen in Worte fassen, berührt uns. Einsamkeit, Trauer, Sehnsucht. Liebe und Verlust sind  menschliche Erfahrungen, über alle Grenzen hinweg. Wir teilen sie alle miteinander. Deswegen, in den Worten eines vierzehnjährigen Jungen aus Afghanistan: “Sei neben mir und sieh, was mir geschehen ist.”

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/poesie-junger-fluechtlinge-die-farben-des-ungluecks-gesehen-a-1089598.html

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“It is I, Hamlet …

… the Dame…”, sagt Judi Dench,  als Cumberbatch and Company die berühmte line aus Shakespeares Drama diskutieren:

… to be or not to be, that is the question…

Die Royal Shakespeare Company zelebriert den 400sten Todestag des Barden unwiderstehlich elegant und komisch, ernst und unernst, würdig und trashig.
Komplett mit Totenschädel und echtem Prinzen.

https://www.youtube.com/watch?v=jCHAJdvfLHk

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… hell still kühl frisch weit …

… die Meditationsveranstaltung der vhs muss leider ausfallen, wir haben zu wenige Anmeldungen.
Ich will das Angebot gerne im Herbst wieder machen.
Für jetzt: ein Utersum-Bild, eine Leseempfehlung und ein entspanntes Wochenende!

Pema Chödrön: Meditieren. Mit sich selber Freundschaft schließen. Kösel Verlag 2013

Pema Chödrön: Meditieren. Mit sich selber Freundschaft schließen. Kösel Verlag 2013

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Mit sich selbst befreundet sein…

… in der Meditation:
Am 23.4. von 16h bis 19h im Zentrum für Stille in der Strandstraße in Wyk.
Ich freue mich auf:
Kleine Übungen und Gespräche mit dem Ziel, Möglichkeiten zu finden, wie die Teilnehmerinnen die Meditation in ihren Alltag integrieren können.

Eine Veranstaltung der vhs Föhr, Beitrag 15 € (ab 8 TN).
Info und Anmeldung bitte bei mir, 04683-963187, oder per mail, Kontakt auf diesem blog.
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Garten-Frühlingskräuter-Hommus mit lauwarmem Fenchelsalat und Pitabrot, dazu etwas Poetisches von William Blake

Im Garten, sanft benetzt vom Frühlingsregen, finden wir:
Löwenzahn, Labkraut, Beinwellblättchen, Fenchelblätter, zarten Giersch, Vogelmiere, Herzgespann, das früh kommt, genau wie der Beinwell.
Das wiegen wir fein und legen es auf einen Hommus, darüber ein bisschen Olivenöl, Zitronensaft und etwas Salz.
Das ist ein Garten-Frühlingskräuter-Hommus!
Im Backofen wärmt sich derweil ein Pitabrot, das wir mit Olivenöl benetzt und mit Rosmarin, Thymian und Salbei belegt haben, neben ein paar Scheibchen von der Fenchelknolle, ebenfalls mit etwas Olivenöl bekanntgemacht.
Dem Fenchel, der einfach ein bisschen wärmer und weicher geworden ist, während das gefrorene Brot auftaute, geben wir noch etwas Balsamico und haben einen lauwarmen Fenchelsalat
zum aufgebackenen Pitabrot.

Wie sang William Blake?

Arise and drink your bliss!
For everything that lives is holy;

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Frühlingsmorgen

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Was wirklich wichtig ist.

Harald Welzers Flaschenpost ist eingetroffen, der Newsletter der Stiftung Futur  Zwo, die  sich um nachhaltige zukunftsträchtige Projekte kümmert, also um das, was wirklich wichtig ist, nämlich:

“Wie man wirtschaftet, ohne die Erde zu zerstören, wie man das global sozial gerecht macht, wie man Kriege beendet und Flucht vermeidlich macht, und wie man denen hilft, für die sie unvermeidlich ist. Freiheit muss bewahrt werden, weil sie den Rahmen für Veränderung bildet, die wir brauchen, wenn wir weniger Zerstörung und Leid wollen, die uns aber zugleich ermöglicht, für jene zu kämpfen, die mehr Schutz brauchen als wir, was wiederum wir brauchen, weil es unseren Sinn für das stärkt, was wirklich wichtig ist.

Drei Beispiele und ein link:

Vom Himmel geküsst

Sachsen mal anders: Die Gemeinde Nebelschütz im Landkreis Bautzen gestaltet eine gute Zukunft für alle, indem sie Flächen aufkauft, um diese in ökologisches Gemeineigentum umzuwidmen, Leerstand mit Sozialprojekten füllt und mit Landkunst Besuch anlockt.
//lesen unter futurzwei.org/gemeinde-nebelschuetz

Zimmern mit Aussicht

In Bebra sind „Flüchtlingskrise“ und „Fachkräftemangel“ Fremdwörter. Ganz pragmatisch folgt man dem Motto der Animationsfigur Bob der Baumeister: Ja, wir schaffen das! Und bildet Geflüchtete zu Maurern, Zimmerern und Betonbauern aus. //lesen unter futurzwei.org/gemeinde-bebra

Höhe der Halbstarken

Erwachsen werden heißt, ein Leben zu gestalten. Ein Buch regt an, sich dabei gleichzeitig für Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und eine gute Zukunft einzusetzen. Dazu versammelt es Hintergrundbeiträge von 80 hellen Köpfen und ungezählte konkrete Aktionsideen zum Sofortloslegen.
//jugend denkt um.welt (Hg.): Tree of Hope. Handbuch für globales Denken und lokales Handeln. 2015

Zur vollständigen Ausgabe der neusten Flaschenpost geht’s unter: www.futurzwei.org/newsletter

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Täglich einfach vegan: Grillgemüse auf Ingwer-Hommus

DSCN4980Dies ist eine Schale mit Grillgemüse auf Ingwer-Hommus, und das geht so:
Grüne Paprika, Mairübchen, Möhre, Schalotte in Streifen schneiden und mit Olivenöl und etwas Sesam und Kümmel im Backofen grillen.

Währenddessen den Inhalt einer Dose Kichererbsen mit einem Stück frischem geschälten Ingwer im Topf erwärmen. In den Mixer kommen: Saft einer halben Zitrone, mindestens 2 EL Olivenöl, ziemlich viel Rohrzucker, gewürzt wird mit Curry, Koriander, Kardamom, Salz und Pfeffer nach Geschmack. Heiße Kichererbsen  mit Ingwer dazu, mixern,  evtl. mit heißem Wasser justieren. Das Ganze soll beweglich, aber nicht flüssig sein. Auf einer flachen Schale verstreichen, Grillgemüse drüber, warmes Pitabrot dazu.
Dieses Hommus ist süßscharf und sehr aromatisch, deswegen habe ich das Grillgemüse kaum gewürzt.  Geht natürlich auch ohne Grillgemüse, kann auf Vorrat zubereitet werden und schmeckt lecker auf dunklem Sauerteigbrot oder warmer Ciabatta.

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Karfreitag, 25.3.: Osterschreibwerkstatt Heilsames Schreiben

Wir haben jetzt den Raum für die Osterschreibwerkstatt: in der Strandstr. 4G, bei der Brücke e.V. im 1.Stock.
Es sind noch wenige Plätze frei, diese Schreibwerkstatt ist sehr geeignet für Menschen, die andere Menschen (oder sich selber) in herausgeforderten Zeiten begleiten:

Schreiben hilft, mit herausfordernden Lebenssituationen umzugehen, neue Sicht-Weisen zu entdecken, sich selber zu überraschen mit dem, was da entstehen kann, wenn der Frei-Raum geöffnet wird.
In dieser dreistündigen Werkstatt gibt es viele Schreibideen zum Ausprobieren: Morgenseiten, abendliche Glücksmomente, Listen mit allem, was wohltut, die eigene Pflegeanleitung… 

Osterschreibwerkstatt Heilsames Schreiben
Karfreitag 25. März
10 bis 13h
In den Räumen der Brücke e.V.,
Strandstr. 4G in Wyk
35 Euro/ erm. 25 Euro, (inkl. 5 Euro für den Raum.)
Info und Anmeldung:
Claudia Fuchs, 04683-963187
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Begleiten und sich selber verwandeln…

Der PhiloWinter in der Brücke ist nun vorbei, und am Schluss fragte eine Teilnehmerin: “Gibt es denn keinen PhiloFrühling?”
Die zehnten Philosophischen Wintergespräche hatten das Thema Begleitung, im Ehrenamt, privat oder beruflich: Begleitung von Menschen in herausgeforderten Lebenssituationen.
Die fünf märchenhaften Geschichten, die ich herausgesucht hatte,  dienten uns als Fallbeschreibungen. An diesen fünf “Fällen” konnten  wir lernen, was Begleitung ausmachen kann.
Im letzten Märchen, Wassilissa die Wunderschöne,
wird die Heldin von einer Puppe begleitet, die ihr die Mutter auf dem Sterbebett geschenkt hat. Diese Puppe leitet nicht, sie entscheidet nicht, sie weiß es nicht besser, sie gibt keine konkreten Ratschläge. Sie begleitet, sie ist, mütterlich, weltweise,  bei der Heldin: Wassilissa nimmt, wie es alle Heldinnen tun, die Aufgaben des Lebens an, auch wenn sie noch nicht weiß, wie sie sie bewältigen kann. Die Puppe hilft, sie unterstützt, sie baut schließlich mit magischen Kräften einen Webstuhl, so dass die Heldin sich selber helfen kann, durch ihre eigene Arbeit.
Im sumerischen  Mythos  von Innana, der Himmelskönigin sahen wir Helferfiguren, die mit der dunklen Schwester der Heldin klagen, die wie ein Echo sind, ein Spiegel, in dem die Leidende sich nach einiger Zeit selber erkennen und sehen kann. Auch diese Begleiter kennen ihren Platz und ihre Rolle: sie fühlen mit, sie sind da, sie haben Zeit. Sie wollen nichts für sich selber in der Begleitung. Ähnlich das Pferd Fallada im Märchen Die Gänsemagd,
das ein Zeuge ist für die Demütigungen, die der Prinzessin auf ihrem Weg zum Thron begegnen: “… wenn das Deine Mutter wüsste…” .  Durch die Anwesenheit des Zeugen wird die Erinnerung aufrechterhalten, daran, wie es richtig wäre, wo der angemessene Platz für die Gänsemagd ist: auf dem Thron. Der Zeuge sorgt dafür, dass die Heldin sich selber nicht vergisst.
Auch im Märchen Fundevogel 
gibt es einen sehenden Teil, der die Gefahr erkennt und ihr deswegen begegnen kann: wie so oft im Märchen geschieht die Entwicklung des Helden oder der Heldin durch Verwandlung, durch wiederholte Metamorphosen, bis eine Gestalt erreicht ist, in der ein gutes Leben möglich ist. Die Begleiterin teilt hier das Schicksal des von der Mutterfigur ungeliebten Bruders, ganz freiwillig, und begibt sich aus Geschwister-Liebe mit ihm auf Verwandlungsreise. Gemeinsam sind sie stark.
Die Nixe im Teich
ist ein Märchen über Begleitung auf Irrwegen: Die Begleiterin des verwirrten und verirrten Helden braucht viel Zeit und Geduld, muss den See umrunden, die Schafe hüten, sich selber verlieren und wiederfinden, um eine neue Ehe mit dem selben Partner einzugehen: als Veränderte.
Spiegel, Zeuge, Ermöglicherin, Gefahrensensor, Reisegefährtin sein, als Weltweise zur Seite stehen, mit-fühlen, aber nicht mit-leiden, Hilfe zur Selbsthilfe leisten, der Heldin Mittel an die Hand geben, aber nicht Verantwortung wegnehmen: … vielfältig sind die Aufgaben der Begleitung von Menschen auf ihrer HeldInnenreise. In Märchen und Mythen sind sie beschrieben, und im Gespräch können wir sie herausfinden, die Texte wie Fallgeschichten betrachten, und für uns selber und unsere eigenen Aufgaben unsere Schlüsse ziehen. Wir verändern uns selber, dadurch, dass wir andere Menschen begleiten. Wir verwandeln uns in die, die der Aufgabe gerecht werden können.
Ich danke der Brücke für die Gelegenheit zu den diesjährigen zehnten Philosophischen Wintergesprächen, und allen Teilnehmenden für die anregenden, gedankenreichen und auch zum Teil sehr fröhlichen Momente in den Sonntag-abendlichen Runden!
Jetzt kann der Frühling kommen, mit all seiner Magie, seinen Verwandlungen  und seinen Überraschungen…

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